www.isocanda.org
Startseite

IHR REISEFÜHRER FÜR ANDALUSIEN


Granadas maurisches Viertel - der Stadtteil Albaicin

 


Eine der vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt Granada ist neben der berühmten Alhambra, dem Generalife, der Kathedrale und der königlichen Kapelle der Stadtteil Albaicin. Bereits weit vor unserer Zeitrechnung haben auf dem Sacromonte, einem, der jetzigen Festung Alhambra benachbarten Hügel, Angehörige verschiedener Völker gesiedelt und damit den Ursprung für das heutige Granada geschaffen. Mit der Besiedlung dieses Gebietes durch arabische Volksstämme ab dem 11. Jahrhundert erhielt es durch die damals entstehenden maurischen Bauwerke sein typisches Aussehen, das sich bis in die heutige Zeit gehalten hat. Und das, obwohl heute außer Resten der damaligen Stadtmauer und einiger Tore kein einziges Gebäude aus der maurischen Zeit mehr erhalten ist.


Die alten Bauten wurden durch ausnahmslos weiße Häuser mit mauerumsäumten Gärten ersetzt, die schließlich mit ihrer Anordnung und ihrem an die alten Vorbilder angelehnt Ausführung, zur Berühmtheit Albaicins geführt haben.

Die "carmenes", was übersetzt etwa "Häuser mit Gärten" bedeutet, sind quadratisch und besitzen im Zentrum des begrünten Innenhofs meist einen kleinen Brunnen. Sie schmiegen sich entlang schmaler, verwinkelter Gassen und Treppen an den Hang des Hügels, der den zum Weltkulturerbe zählenden Stadtteil von Granada beherbergt.


Besonders reizvoll ist der immer wieder zwischen den Häusern vorhandene Ausblick auf die majestätische Alhambra mit den Bergen der Sierra Nevada im Hintergrund. Abwechslung bieten enge, belebte Straßen der Händler, die in ihren kleinen Läden Stoffe, Kleider, Schuhe und Tee anbieten. Kleine Restaurants und Teestuben laden die zahlreichen Touristen zum Verweilen ein. Auch einige kleine Hotels lassen sich finden.
Der Albaicin ist heute ein beliebter Stadtteil unter den in Granada zahlreich lebenden Studenten, die den Plaza Larga und die Placeta de San Miguel Bajo oft mit jugendlich, frischem Leben erfüllen.

An besonderen Sehenswürdigkeiten sind in Albaicin beim Bummel durch die mit Kieselsteinen gepflasterten Gassen die Kirchen San Bartolomé und San Cristóbal sowie einige schöne Brunnen, wie die Aljibe de San Luis und del Rey oder der Brunnen auf dem schönen Plaza del Salvador zu entdecken. Reste einer alten Stadtmauer und einige damit verbundene Tiere und Pforten, wie Puerta de Elvira, sind ebenfalls noch erhalten.


Einen krönenden Abschluss vom Besuch des Stadtteils Albaicin kann der Besucher auf dem Aussichtspunkt Mirador de San Nicolás erlangen, von wo aus sich inmitten der dichtgedrängten weißen Häuser ein wunderbarer Ausblick auf gewaltige Alhambra bietet

© Andalusien - Das Land der weißen Dörfer | bo | doc | pic | poe | adn | nar | Impressum