Alhambra von Granada
Die Alhambra liegt auf einem Hügel in Granada (Spanien). Wie wird auch rote Burg genannt und ist weit über die spanischen Grenzen hinaus bekannt. Sie ist im Maurischen Stil der Islamischen Kunst gebaut und gilt als eines der schönsten Beispiele für diese Kunstepoche. Innerhalb der alten Mauern findet man die Zitadelle (Alcazaba genannt), den Palast von Karl V., die Nasridenpaläste, sowie weitere Gebäudetrakte, zu denen auch ein Hotel gehört. Neben der Festungsanlage befindet sich eine ausgedehnte Gartenanlage. Die Wortherkunft für die Alhambra von Granada ist bis heute umstritten. Man geht davon aus, dass der Name entweder dem arabischen Baumeister zuzuschreiben ist, oder dass er von der rötlich gefärbten Mauer herrührt. Ein eindeutiger Beweis fehlt jedoch bis heute.
Die Grundfläche der Anlage umfasst ca. 13 Hektar. Die Alhambra ist inzwischen eine der beliebtesten Touristenattraktionen ganz Europas.
Die Geschichte der Burg geht bis weit in die vorrömische Zeit zurück. Der Baukomplex bildet eine für das Mittelalter prägnante Kombination aus einem stark befestigten Oberstand mit gesonderter Zitadelle, die dem Machthaber als Residenz diente. In der Oberstadt lebten der Adel, das Militär und die hohe Bürgerschaft, sowie Kaufleute und reiche Handwerker. Auch die Waffenschmiede ist hier zu finden.
Die ersten Besiedelungsindizien sind bereits aus der vorrömischen Zeit sichtbar. Nachdem die Mauren die Iberische Halbinsel eroberten, begannen sie mit dem Bau von vielen Burganlagen. Auch die Alhambra wurde in dieser Zeit geplant. Die erste urkundliche Erklärung findet sich jedoch erst um 1000, als schwere Bürgerkriege das Land erschütterten. Die Machthaber zogen sich in die Zitadelle zurück. Dadurch konnte sich die Anlage beweisen. Später fiel die Festung in die Hand der Berber, die die Stadt mehrere Jahrhunderte lang hielten. Um 1300 wurde die Zitadelle auf Wunsch von Mohammed I. ausgebaut und verstärkt. Sie wurde zu einem beeindruckenden Bauwerk.
In den folgenden zwei Jahrhunderten wurde die Befestigungsanlage neu organisiert und erheblich verstärkt. Damit hatte die Zitadelle einen reinen Militärstatus erhalten. Die Stadt wurde zum Regierungs- und Verwaltungssitz ausgebaut. Am 2. Januar 1492 fiel die Stadt und damit die letzte Bastion der Mauren in Spanien. Die zu dem Zeitpunkt bereits bestens ausgebaute Festung konnte der Übermacht der Spanier nicht standhalten.
Die Alhambra von Granada wurde jedoch auch Entscheidungspunkt für Völkerverbrechen. Am 31. März 1492 entschieden die katholischen Könige Spaniens, dass nicht bekehrbare Juden mit Gewalt aus dem Land vertrieben werden dürften.
Karl der fünfte plante Granada zu seinem Regierungssitz zu ernennen. Aus diesem Grund wurde der berühmte Renaissancepalast errichtet. Da die Entdeckungen Amerikas viel Aufmerksamkeit forderte, ließ man die Pläne fallen. Der Palast wurde nie fertig gestellt.
1984 wurde die Alhambra nach aufwändigen Restaurierungsarbeiten als Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.
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