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Almeria - Der Spiegel des Meeres

 


Die Stadt, die in einer weiten Bucht an der Mittelmeerküste Andalusiens und am Fuß eines Berges liegt, wurde 955 vom Kalifen von Cordoba gegründet, der sie zu seinem Haupthafen machte. Noch heute weist der aus dem Arabischen stammende Name darauf hin: Al Maryya bedeutet Spiegel des Meeres. Auch den Hafen hat Almeria sich bewahrt und er ist noch heute ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region. Erst 1489 wurde die Stadt von den Spaniern zurückerobert und erlebte im folgenden 16. Jahrhundert ihre schwärzeste Zeit, da sie von mehreren Erdbeben verwüstet wurde und darüber hinaus bis ins 18. Jahrhundert regelmäßig Angriffe von Piraten zu erleiden hatte.

Was den Tourismus betrifft, ist Almeria so etwas wie der Newcomer unter den Städten in Andalusien. Lange Zeit war die Stadt sehr arm, doch seit ein paar Jahren erlebt sie dank besserer Verkehrsanbindungen einen Boom und verschiedene Renovierungsmaßnahmen im Rahmen der Austragung der Mittelmeerspiele 2005 haben Almeria zu einem neuen und attraktiven Image verholfen.
Deshalb und nicht zuletzt auch weil das neu erblühte Almeria - wie eigentlich alle Städte in Andalusien - natürlich eine Menge geschichtsträchtiger Orte zu bieten hat, lohnt sich ein Besuch in dieser Stadt, der die Meteorologen übrigens auch die meisten Sonnenstunden in ganz Spanien bescheinigen.

Über Almeria thront die dreiteilige maurische Festung Alcazaba, die, wie die Stadt selbst, aus dem Jahr 955 stammt und von deren Turm aus sich ein wunderbarer Blick über die gesamte Stadt und Bucht genießen lässt.
Auch die 1524 erbaute Kathedrale im Herzen der Altstadt hat eine sehr wehrhafte Architektur, die eher an eine Festung erinnert und den gotischen Baustil mit einer Renaissancefassade vereint. Im Inneren birgt die Kathedrale reiche Kunstschätze, besonders berühmt ist das Tabernakel aus dem 18. Jahrhundert.

Wer durch Almeria bummelt wird schnell bemerken, wie unterschiedlich die einzelnen Stadtviertel sich darstellen. Im direkt unter der Alcazaba gelegenen Barrio de la Chanca gibt es bunte Kubenhäuser, in den Felsen gehauene Höhlenwohnungen und Sozialbauten für die Gitanos. Die Altstadt ist nordafrikanisch und mittelalterlich geprägt, mit weißen Häusern, Bogengängen und schmalen Gassen, es gibt in Almeria aber auch viele Gebäude aus dem Industriezeitalter und rund um den Campus der neu gegründeten Universität entfaltet sich ein modernes Viertel mit regem studentischem Leben und vielen Ausgehmöglichkeiten.

Zum Einkaufen und Schlendern ist das Gebiet um die Calle de las Tiendas und die besten Tapas gibt es in dem Viertel hinter dem Paseo de Almeria zwischen Calle Real und Calle Trajano

Der östlich von Almeria gelegene Naturpark Cabo de Gata bietet eine angenehme Erholung vom Trubel und auch für das Auge, denn hier hat die, ansonsten von Hotelbauten, landwirtschaftlicher Nutzung und Solaranlagen geprägte Region, ihr natürliches vulkanisches Gesicht bewahrt und beeindruckt mit abwechslungsreicher Landschaft und der einzigen Wüste in Europa.

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