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Cordoba


Eine der größten Städte in Andalusien, genau gesagt die drittgrößte, ist Cordoba, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.
Die Stadt geht auf eine iberische Siedlung zurück und hat in ihrer wechselvollen frühen Geschichte verschiedene Herrscher von den Römern über die Goten und Araber kommen und gehen sehen, bis sie 1236 an Kastilien fiel.

 

Wegen der zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die von den kulturellen Unterschieden der vielen verschiedenen Bewohner geprägt sind, wurde Cordoba 1984 von der Unesco zum Weltkulturerbe erhoben und lässt das Herz von kulturell interessierten Besuchern an jeder Ecke höher schlagen: Museen, Kirchen, maurische, römische und kastilische Bauwerke und Plätze, eine Synagoge und vieles mehr stehen dem Besucher offen.

Das historische Zentrum, die Juderia ist ein wichtiger Anziehungspunkt für Touristen, die durch die schmalen Gässchen schlendern und nicht nur das Flair der maurischen Baukunst mit den weißen Häuschen und malerischen Innenhöfe sondern auch das vielfältige Angebot der Gastronomie genießen und die Souvenirläden durchstöbern.


Außerdem liegen in der Juderia wichtige Sehenswürdigkeiten, wie das Stierkampfmuseum, der Zoco Municipal, die Gärten des Alcazar und die daneben liegenden arabischen Bäder.
Vor allem aber befindet sich hier das prominenteste touristische Ziel Cordobas– die Mezquita.

 

 

Cordoba Stadt Andalusien Spanien

 



Die Mezquita ist ein gutes Zeugnis für die wechselnden Herrschaftsverhältnisse und das Highlight des Cordoba-Besuches. Der Besuch einer der größten Moscheen der Welt, deren Bau 785 begonnen wurde ist nicht nur wegen der gigantischen Größe, sondern besonders wegen des berühmten Marmorsäulenwaldes ein beeindruckendes Erlebnis. Wie ein kunstgeschichtlicher Durchgang durch alle wichtigen Epochen liest sich die Aufzählung der verschiedenen Stilrichtungen, in denen an der Mezquita gebaut wurde. Schließlich wurde sie nach der Rückeroberung Cordobas durch die Christen zur Kathedrale geweiht und der 1523 begonnene und 234 Jahre andauernde Bau eines Kirchenschiffs im Renaissancestil ergänzt die arabische Architektur. In der Schatzkammer, die ihrem Namen aller Ehre macht, sind außergewöhnliche Stücke wie zum Beispiel die Monstranz aus der Werkstatt eines deutschen Goldschmieds zu bewundern.

Alcazar de los Reyes Cristianos, ist ein Palast aus dem 8. Jahrhundert und ursprünglich als Residenz des Kalifen gebaut. Später empfing hier das Königspaar Isabella und Ferdinand Christoph Kolumbus und während der Inquisition fanden in der Festungsanlage Tribunale statt. Die Anlage beherbergt eine beeindruckende Sammlung von Kunstschätzen aus der Antike und besticht durch die großzügigen Gartenanlagen im maurischen Stil.

Die ehemalige Palaststadt Medina Azahara liegt etwas außerhalb der Stadt und erinnert an Märchen aus 1001 Nacht. Die 1910 ausgegrabene Ruine lässt die alte Pracht erahnen die das terassenartig angelegte Ensemble aus Palästen, Wohnhäusern, Gärten und Moscheen im 10. Jahrhundert besessen haben muss.

Neben den bekannten Highlights, die die Besucherströme anlocken, lädt Cordoba den Besucher aber auch ein, einfach auf eigene Faust die verschiedenen Ecken zu erkunden und sich von der besonderen Stimmung dieser früh multikulturell geprägten Stadt bezaubern zu lassen.

 

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