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Granada in Andalusien

 


Granada liegt in der spanischen Region Andalusien, am Fuße des Sierra Nevada- Gebirges und zählt zu den bekanntesten Städten Andalusiens. An der Stelle der heute rund 250.000 Einwohner zählenden Stadt befand sich bereits um 500 vor Christus eine Siedlung des Volkes der Phönizier.

 

So blickt Granada auf eine lange und wechselhafte Stadtgeschichte zurück, aus der viele Bauten bis heute erhalten sind. Zu den bekanntesten historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören die Bauwerke aus der Zeit der maurischen Besetzung der Stadt vom achten bis zum 15. Jahrhundert.

 

Aus dieser Epoche stammt auch die berühmte Festungsanlage Alhambra, sie liegt auf einem Hügel im Osten der Stadt und besteht aus einer Befestigungsmauer in deren Inneren sich mehrere Paläste, eine Zitadelle und eine knapp 14 Hektar große, gut gepflegte Gartenanlage befinden. Die Parkanlage, die so genannte Generalife, gehört zum einstigen Sommersitz der maurischen Könige aus dem 14. Jahrhundert. Mit ihren unzähligen Brunnen und Wasserspielen bietet sie Gelegenheit zu einem ausgedehnten Spaziergang. Heute gehört die Alhambra mit ihren imposanten, nahezu vollständig erhaltenen Bauwerken zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Spaniens. Im Mittelalter diente sie der maurischen Oberschicht der Stadt nicht nur als Verteidigungsanlage sondern auch als Wohnsitz.

 

Neben den maurischen Königen residierten hier auch die maurische Oberschicht und der Adel. Der spanische König Karl V. ließ später eine Palastanlage im Renaissance- Stil innerhalb der Alhambra errichten, dabei wurden Teile der alten maurischen Anlagen zerstört. Im einstigen Königspalast von Karl V. befindet sich heute das Kunstmuseum von Granada. Unweit von der Alhambra, in dem auf einem Hügel errichteten Viertel Sacromonte, befinden sich die in den Berg gebauten Zigeunerhöhlen Granadas. Sie sind teilweise bis heute bewohnt und wurden von ihren Besitzern ausgebaut und befestigt.

 

Oberhalb der Alhambra liegt auch das wohl bekannteste Viertel von Granada, Albayzin. Seine engen Gassen werden von den typischen, weißen Häusern der Region gesäumt und der zentrale Platz San Nicolas bietet eine wunderschöne Aussicht über die Stadt und die Alhambra. Hier gibt es auch noch einige kleine, arabische Märkte, so genannte Souks.


Im Zentrum der Stadt Granada, an der Plaza Bib- Rambla, befindet sich eine Kathedrale im Renaissance- Stil. Im Südosten der Kathedrale schließt sich die Königskapelle von Granada an, hier wurden unter anderem die spanischen Könige Ferdinand II. und Isabella von Kastilien beerdigt. Der Bau verbindet Elemente des Barock, der Renaissance und der Gotik und im dazugehörigen Museum sind kostbare Werke der Kirchenkunst ausgestellt.

 

In der Umgebung der Kathedrale befinden sich einige der schönsten Einkaufsstraßen der Stadt mit vielen kleinen Modeboutiquen, Cafés und Restaurants. Granada bietet Besuchern aber nicht nur zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die Stadt eignet sich auch hervorragend als Ausgangsort für Ausflüge in die nahe gelegene Sierra Nevada mit ihren Skigebieten und Wanderrouten sowie an die Küste von Andalusien mit ihren weißen Sandstränden. Die Küste in der Nähe von Granada wird als Costa Tropical bezeichnet und ist bisher weniger vom Massentourismus betroffen als andere spanische Küstenregionen. Hier gibt es noch kleine Badeorte wie Salubrena mit langen, ruhigen Stränden und kleinen Restaurants und Hotels.

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