Huelva - Städt in Andalusien
Andalusien ist in acht Provinzen aufgeteilt und Huelva als eine der acht Provinzhauptstädte liegt im Südwesten der Region - direkt an der Atlantikküste nicht weit entfernt von der portugiesischen Grenze - umrahmt von sehr facettenreichen Landschaftsbildern beispielsweise herrlichen Naturparks. Huelva-Stadt ist nicht so bekannt wie Sevilla, Granada oder Córdoba - dennoch blickt die Stadt auf eine beachtliche Historie zurück und gilt als älteste Ansiedlung der andalusischen Region. Phönizier gründeten die Stadt, die Griechen hinterließen ihre Spuren sowie die Römer und vor allem die Mauren.
Die Stadt lebte seit Gründung vom Erzabbau und seinem Handel, da Huelva strategisch günstig an den Flussläufen des Rio Tinto und des Odiel liegt. Doch den Ruhm brachte erst Kolumbus in die Hafenstadt Huelva, der vor seiner Pionierfahrt über den Atlantik das Seekartenmaterial im Franziskanerkloster 'La Rabida' - ca. 10 km vom Stadtzentrum entfernt - studierte. Zum Gedenken an den Entdecker Amerikas befindet sich seit 1929 ein 36 Meter hohes Granitdenkmal an der Küstenstraße unmittelbar am Rio Tinto.
Viele historische Gebäude sind 1755 bei einem gewaltigen Erdbeben zerstört worden - nur drei Bauwerke zählen heute noch zu Huelvas Schätzen: San Pedro, gebaut auf den Überresten einer Moschee, sowie La Conceptión - Kirchen aus dem 16. Jahrhundert - und La Merced - eine im 18. Jahrhundert errichtete Kathedrale. Historisch interessierte Besucher sollten das Provinzmuseum und das Bergbaumuseum der Stadt - gestiftet von der Fundación de Rio Tinto - besuchen. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte der ersten Siedler sowie der Erzproduktion und archäologische Funde. Das Bergbaumuseum verspricht auf seinem Rundgang anhand von diversen Exponaten einen atemberaubenden Einblick in die etwa fünftausend Jahre alte Bergbaugeschichte. Im Sommer zieht es die Besucher an den Atlantikstrand: den Costa de la Luz.
Der Küstenstreifen bestehend aus feinkörnigem Sand erstreckt sich über 10 km und bietet viel Platz für einen Erholungsurlaub. Huelvas Badetourismus befindet sich in Matalascañas mit verschiedenen Unterkünften und der entsprechenden Infrastruktur. Matalascañas ist eingebettet in verschiedene Nationalparks - Naturschutzgebiete wie La Doñana, Sierra de Aracena oder Sierra Morena. Mindestens zweihundert Vogelarten wie beispielsweise Flamingos und Reiher brüten in diesem Erholungsraum und Hirsche durchstreifen die riesigen Wälder, beste Voraussetzungen für viele Naturliebhaber. Zur Osterzeit wird Huelva zum Wallfahrtsort mit der La Romeria del Rocio. Pilger und Einheimische gedenken in der Karwoche in Form einer Prozession an das Leiden des Messias mit Trommelzügen und Verbrennungsakten.
Doch nicht nur die historischen Sehenswürdigkeiten, Naturschutzgebiete oder der herrliche Sandstrand mit sauberem Wasser verführen zu einem Aufenthalt in Huelva - ebenso die kulinarischen Köstlichkeiten der südwestlichen Region. Tapas, frische Erdbeeren, knackige Meeresfrüchte sowie der Jabugo-Schinken laden zum Schlemmen ein. Das abendliche Ambiente kann der Besucher im Stadtzentrum - insbesondere auf den Plätzen de las Monjas oder San Pedro - bzw. bei den Hafenanlagen am besten genießen.
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