Malaga - Picasso, Flamenco und noch viel mehr
Die andalusische Stadt Malaga zählt zu den schönsten Städten Spaniens.
Das mag an den wunderschönen Stränden der Costa del Sol liegen oder den wild romantischen Bergen die Malaga umgeben oder vielleicht ist auch das milde Klima. Selbst im Winter fällt das Thermometer nicht unter 10° Grad Celsius. Die Sommer sind heiß, aber nie stickig oder schwül.
Von den Phöniziern im 8. Jahrhundert gegründet und lange Zeit unter der Herrschaft Karthagos, machten erst die Römer Malaga zur Stadt. Aber erst im Jahr 711 wurde Malaga durch die maurischen Eroberer zur einer blühenden Handelsmetropole.
Noch heute finden sich in Malaga historische Zeugen aus der maurischen Zeit. Der Königspalast Alcazaba aus dem 11. Jahrhundert zählt zu den schönsten und bedeutendsten Mauernpalästen in Andalusien. Neben archäologischen Funden und interessanten Exponaten, ist vor allem die wunderschöne Gartenanlage mit vielen kunstvollen Brunnen sehenswert. Reste eines römischen Theaters befinden sich am Ende der Gartenanlage.
Aus phönizischer Zeit stammt das Castillo de Gibralfaro. Ursprünglich als prächtiger Palast gebaut, wurde im 14. Jahrhundert eine Festung daraus, von der zwei Türme einen direkten Zugang zum Alcazaba Palast haben.
Im 16. Jahrhundert wurde Malaga, wie viele andere andalusische Städte auch, katholisch. 1528 wurde mit dem Bau der Kathedrale auf den Resten einer Moschee begonnen, der erst 200 Jahre später vollendet wurde. Die kleinen Gnadenkapellen und das wunderschön gearbeitete Chorgestühl sind einen Besuch wert.
Überall in Malaaga trifft man auf den größten Sohn der Stadt, Pablo Picasso. Auf der Plaza de la Merzed befindet sich sein Geburtshaus und das Museo Picasso zeigt 204 Werke des größten spanischen Malers in einer Dauerausstellung.
Wer sich in Malaga erholen möchte, hat dazu mehr Möglichkeiten als in jeder anderen andalusischen Stadt.
In den historischen Gärten und Parks von Malaga finden sich nicht nur schattenspendende Bäume, sondern auch tropische und mediterrane Pflanzen. Besonders schön ist der Garten La Concepción.
Eine andalusische Stadt ohne Flamenco ist undenkbar. In der malerischen Altstadt von Malaga, aber besonders im alten Hafenviertel El Palo, wird noch in zahlreichen Lokalen und Kneipen der klassische, leidenschaftliche Flamenco, nicht nur für Touristen getanzt. Wer nicht genug vom Flamenco bekommt, der kann entweder in Malaga den Flamenco erlernen oder am 28. Dezember eines jeden Jahres in die traditionelle Bodega Venta del Tunel gehen und dort vielen Malaganen zusehen, die bis zur völligen Erschöpfung Flamenco tanzen.
Malaga ist auch bei Nacht eine fröhliche und quirlige Stadt. Vor allem in den Sommermonaten, die die Andalusier "locos veranos", verrückter Sommer nennen, findet das Nachtleben vorzugsweise auf den Straßen und Plätzen statt. Entlang der schönen Uferpromenade von El Palo gibt es viele Restaurants in denen ausgezeichnete Fischgerichte und die heimliche Spezialität Malagas, Gazpachos serviert werden. Diese kalte Suppe aus Gurken, Sahne, Meeresfrüchten oder Gemüse ist einfach köstlich. Dazu sollte unbedingt einer der berühmtesten Weine Andalusien getrunken werden, der Muskateller aus Malaga.
|